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Das Trauma der Erziehung - Gib Flügel, aber stutze sie nicht!

Aktualisiert: 14. Mai





Erziehung

keine Schwingung für die Wesen mit Flügeln

was wollt Ihr damit?

ziehen die Ärmchen und Beinchen

im Takt Eurer Überzeugungen

züchtigen die grenzenlosen Fantasien

der kleinsten Geschöpfe

die Euch durch bedingungslose Liebe folgen

achten

heraufschauen

sich nähren

sich zeitgleich durch Eure Prägungen

vergiften

durch den gleichen Glauben

durch diesen Ihr bereits

schädliche Überzeugungen

innehabt.

GENUG!

Lasst vier Wörter weg

schlecht

gut

richtig

falsch

Alles darf erlebt werden

bewertet nicht

verurteilt nicht

beschützt Euer Kind

vor den äußeren Einflüssen

lasst Euer Kind so sein

wie es ist

in seiner Einzigartigkeit

Bewahrt

Euer Kind vor schädlichen Überzeugungen

die sie durch Euer Verhalten erfahren

oder im Außen

hineingepresst werden

Erlaubt Eurem Kind

Eure Menschlichkeit zu sehen

damit es selbst

seine Menschlichkeit sehen kann

Steht zu den Worten

Wir wissen es nicht!



In den letzten Jahren habe ich gegen das Wort "Erziehung" eine regelrechte Aversion entwickelt. Ich möchte an meinen Kindern nicht ziehen, oder sie gar züchtigen. Geschweige denn der Außenwelt diese Möglichkeiten einräumen. NEIN!


Mein Wunsch war es stets meinen Kindern einen Raum voller unbegrenzter Entfaltungsmöglichkeiten zu erschaffen. Mit dieser Intention in meinem Herzen darf ich mir rückblickend aber eingestehen, dass mir dies nicht gelungen ist. Als junge Mama waren mir die Verstrickungen nicht klar, aber wie wunderbar, dass ich die Zusammenhänge nun fühlen und durchleuchten kann.


Natürlich wurde ich durch meine Eltern erzogen. Bestmöglich für Ihre Wahrnehmung. Aber so, wie ich meine Kinder mit meinen Überzeugungen infiziert habe, so wurde ich ebenso durch die Überzeugungen meiner Eltern infiziert. Infiziert, ist ein hartes Wort, aber in meinen Augen zutreffend für die entstandenen Traumata. Ja, ich habe durch das Auferlegen meiner Überzeugungen, auch wenn dies unbewusst geschah, Spuren, in Form von Glaubenssätzen in meinen Kindern hinterlassen. Es geht dabei nicht um Schuldzuweisung. Jede Mutter, oder jeder Vater wünscht sich das Beste für ihr Kind.

Aber jede Mutter und jeder Vater darf darauf sensibilisiert werden, wie sie/er sich zu seinem Kind verhält und welche Werte dem Kind dabei vermittelt werden? Die Werte der Eltern, oder das Streben des Kindes?

Ist es nicht so, dass wir uns für unsere Kinder Erfolg, Geld und Prestige wünschen? Ich sage Dir eins: Diese Wünsche schreien nach Überlebensstrategien! Warum?


Wenn man als Mutter, beispielsweise eine "Wunde", einen ungeheilten Glaubenssatz wie:

"Ich bin nicht gut genug!" in sich trägt, dann schützt man sich. Eine Wunde zu schützen, ist ein natürlicher Reflex. Wie wird eine emotionale Wunde geschützt? Die Wunde wird aus den Überzeugungen durch eine Überlebensstrategie, wie das Streben nach Erfolg, das Streben nach Geld, das Streben nach Anerkennung, geschützt.

Aber was nimmt Dein Kind durch Deinen unterdrückten Glaubenssatz wahr? Es nimmt zunächst wahr, dass Du gut genug bist, wenn Du Deine Überlebensstrategie erfüllst. Dein unterdrückter Glaubenssatz möchte aber durch Deine Seele gesehen und geheilt werden und somit wird Dein Spiegelbild ( Dein Kind ) Dir immer wieder Trigger liefern. Jetzt wird es interessant. Wie ist Dein Verhalten?


Ich garantiere Dir, dass bei ungeheilten Glaubenssätzen Dein Verhalten folgendermaßen ist:

Schmerzen lindern und in Deckung gehen. Wie geschieht dies? Du setzt Dein Schutzschild ein: Zorn, Wut, Unverständnis, oder Unsichtbarkeit, Ignoranz. Dein Kind nimmt Dein Verhalten wahr und zieht für sich folgende Schlussfolgerung aus Deinem Verhalten: Ich bin nicht liebenswert, oder gut genug, wenn ich Mamas / Papas Überlebensstrategie nicht aufrecht erhalte.

Je öfter diese Art von Verhalten dem Kind gespiegelt wird, desto stärker festigt sich seine Überzeugung im Unterbewusstsein. Der Glaubenssatz ist implementiert.

Überzeugungen des Kindes prägen seine Wahrnehmung und seine Wahrnehmung prägt seine Erfahrung.

Jetzt fragst Du mich: Wie kann ich mich denn verhalten, damit mein Kind nicht diese Glaubenssätze ins sich codiert?

  1. Lass vier Wörter weg: gut/schlecht, richtig/falsch - Bewerte nicht, verurteile nicht. Betrachte das, wie es tatsächlich ist.

  2. Stehe zu Deinen Gefühlen! Erlaube Deinem Kind Deine Menschlichkeit zu sehen, damit das Kind selbst seine eigene Menschlichkeit sehen kann. Sage, was in Dir vorgeht, was Du fühlst. Aber vor Allem sage Deinem Kind, dass Dein Verhalten nichts mit ihm zu tun hat, sondern ausschließlich etwas mit Dir zu tun hat. Sei bedingungslos liebevoll. Immer.

  3. Stehe zur Deiner Unvollkommenheit. Sage ihm: Ich weiß es gerade nicht besser! Entschuldige Dich aufrichtig, wenn Du einen Fehler gemacht hast.

  4. Lasse zu, dass Dein Kind jedes Gefühl fühlen und zum Ausdruck bringen darf.

  5. Wenn ein Verhalten Deines Kindes DICH triggert, dann löse DEINE Bedeutung von der Situation und Du wirst spüren, wie Deine Emotion dahinter schwindet. Ein Beispiel: Dein Kind schnauzt Dich an. Dein Trigger: Respektlosigkeit. Löse Deine Bedeutung und verändere Deinen Blickwinkel auf die Situation: Vielleicht hatte das Kind einen harten Tag? Oder in der Pubertät hormonelles Verhalten? Anderer Blickwinkel auf die Situation, schwups ist Deine Emotion dahinter weg. Probiere es aus und berichte.

Ich nehme mit meinen Worten Abstand von Erziehung und gehe sogar soweit, dass ich sage, dass wir als Eltern nur folgende Aufgaben zu erfüllen haben:

  1. Beschütze Dein Kind! Vor äußeren Überzeugungen, Programmen.

  2. Lass Dein Kind so sein, wie es ist!

  3. Lass es erleben, fühlen.

  4. Bewahre Dein Kind vor schädlichen Überzeugungen, die er/sie durch Dein Verhalten erfährt

  5. Überflute es mit Licht und Liebe.


Zum Abschluss möchte ich allen Lesern folgende Impulse mitgeben:

Dein Glaube / Deine Überzeugungen sind nicht die Wahrheit! Glaube nicht jeden Gedanken, den Du hast!


Deine tiefste Wunde ist das größte Geschenk für Dich und die Welt. Heile Deine Wunde und teile Deine Geschichte. Verstecke nicht Deine Schattenanteile , sondern stehe zu Ihnen und bringe in die Welt, wie Du mit Scham, Angst, Zorn, Wut, Kontrolle etc. umgehst. Dies bringt Freiheit. Verstecke Dich nicht länger.


Dies geht uns Alle an!


Wenn Du mit meinen Worten in Resonanz gehst, oder Sie Dich womöglich triggern, dann lade ich Dich gerne zu einem energiegebendem Austausch ein.


Ich freue mich auf Dich.


Pamela








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