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Die Angst vor dem Schmerz. Der machtvolle Einsatz Deines Egos.

Aktualisiert: 1. Feb.






AUA, nein Du knebelst mich!

Um Luft rinkend

Zelle für Zelle nimmst Du mich ein

Ich kämpfe

Ich betäube Dich

Ich schreie

Ich schlage Dich

Ich haue ab

Ich laufe und laufe

die Sonne brennt

mein Kopf droht zu verbrennen

mein Körper fällt zu Boden

Es tut so weh

ATME!

FÜHLE!

Du brauchst nicht fliehen

setze Dich einfach in den Schatten

Ich bin

Sonne und Schatten.



Mein Ego hat mir zu oft die Angst vor dem Schmerz serviert. Bevor ich emotionalen, oder gar körperlichen Schmerz spüren konnte, hat das Ego mich mit unzähligen Geschichten gefüttert, die in mir die Angst vor dem Schmerz hervorriefen. "Geh diese Beziehung nicht ein, Du könntest verletzt werden". "Iss dieses Gericht besser nicht, es könnte Dir auf den Magen schlagen". "Geh den Weg besser nicht allein am Abend, es könnte Dir etwas passieren". "Lass Dich nicht auf dieses Gespräch ein, Du wirst Ablehnung erfahren".

So viele Geschichten. Ein dutzend Geschichten in mir, die mich davon abgehalten haben, den Schmerz tatsächlich zu erleben.


Stattdessen erlebte ich stets die Angst, die sich durch meine Abwehr immer mehr verstärkte. Der Widerstand gegen die Angst in mir, katapultierte mich zeitweise in einen "Überlebensmodus". Ich versuchte durch den Widerstand gegen die Angst, Kontrolle über dieses Gefühl zu gewinnen, stattdessen gewann nur die Angst die Kontrolle über mich. Am Ende siegte in solchen Momenten immer die Ohnmacht in mir.


Körperlich spürte ich den Widerstand als Verkrampfungen.

Meine Muskulatur, mein Kiefer, meine einzelnen Gelenke fühlten sich an, wie eine starre Verkettung von Gliedern, gepaart mit durchdringenden Schmerzen in jeder Bewegung. Mein Körper hatte kaum Gelegenheit zu entkrampfen. Mein Kopf verschwand zeitweise in einem Nebeldunst. Es fiel mir schwer mich zu konzentrieren. Ein Fokussieren, undenkbar.

Mein Körper und mein Geist zwang mich förmlich in die Stille.


Schritt für Schritt begriff ich:

Pamela, nur atmen!

Ich hätte nie gedacht, dass atmen so herausfordernd und intensiv sein kann! Ab diesem Zeitpunkt übe ich mich täglich darin, den Fokus meines Bewusstseins auf meinen Atem zu lenken. Schritt für Schritt, neben Meditationen, Heilarbeit und Yoga Asanas, gelang es mir, meine innere Mitte in der Ferne zu erahnen. Ein so befreiendes Gefühl!


Als ich begann meine Emotionen und meinen Körper aufmerksam, achtsam und bewusst zu beobachten, erkannte ich die liebevollen Vorboten meines Körpers, den Schmerz. Körperlicher Schmerz, wie auch emotionaler Schmerz.


Anfangs habe ich geglaubt, den Schmerz durch Medikamente bekämpfen zu können, da ich in der Konditionierung gelernt hatte, dass Schmerzen bedeuten, dass etwas nicht in Ordnung ist.

"Etwas ist nicht in Ordnung mit dir", flüsterte die Angst, das Ego mir zu.

Diese Unzulänglichkeit und Scham, dass etwas mit mir nicht in Ordnung sei, führte dazu, dass ich die Symptome mit Medikamenten gefüttert und die Emotionen immer wieder tief in das Unterbewusstsein vergraben habe. Ich war in der Trance eingekesselt.

Wenn der emotionale Schmerz für mich nicht mehr auszuhalten war und ich die Angst in mir nicht mehr bändigen konnte, kam die Flucht.

Ich floh aus meiner erfüllenden Beziehung, tauchte unter, kapselte mich ab. Ja, ein Sabotageprogramm gegen mich selbst. Es war die Angst vor dem Schmerz, die mich davon abgehalten hat, den Schmerz tatsächlich fühlen zu wollen. Zumal es nicht gesellschaftsfähig ist, zu selbsternannten Prophezeiungen der Angst stehen zu können.

Unsere Gesellschaft bewertet Angst als Schwäche und Merkmal der Unzulänglichkeit. Ich fühlte mich minderwertig, krank und in meiner Angst gefangen.


Nunmehr habe ich gelernt, mit Aufmerksamkeit und Achtsamkeit auf meinen Körper und meine Empfindungen zu achten. Ich erkenne alle Gefühle und Wahrnehmungen meines Körpers mit Hingabe und Mitgefühl an.

Ich habe erkannt, dass die Angst mein Ego ist.


Wie gehe ich mit der Angst vor dem Schmerz nun um?


  1. Ich nehme mich nicht zu wichtig. Ich setze mein Ego oft und bewusst in die zweite Reihe, damit mein Bewusstsein in der ersten Reihe Platz nehmen darf. Wenn das Ego in die zweite Reihe platziert wird, entmächtige ich zeitgleich mein Ego und somit die Angst. Ich werde Beobachter meines Bewusstseins, meiner Angst, meines Schmerzes.

  2. Wenn ich die Angst vor dem Schmerz annehme und keinen Widerstand leiste, kann diese durch mich hindurchfließen und ich kann den eigentlichen Schmerz lokalisieren, fühlen und erkennen. Dies gibt mir die Möglichkeit zu erkennen, was mein Körper und meine Seele gerade brauchen, anstatt die Symptome zu betäuben und die Ursachen zu verstärken.

  3. Ich übe mich in Vergebung. Ich vergebe mir stets, dass ich oft zu hart und lieblos mit mir und meinem Körper umgegangen bin. Ich richte meinen Blickwinkel darauf, dass die Funktionen meines Körpers und meiner Seele keineswegs selbstverständlich sind. Ich richte mein Gewahrsein auf den jetzigen Moment.



Wenn auch Du mit diesen Worten in Resonanz gehst, lade ich Dich herzlich, am 17.02.2024 um 18 Uhr zum nächsten Meditationsabend ein.

Das Thema: Ich lasse los. Wer möchte ich sein?


An diesem Abend wirst Du der Angst vor dem Schmerz begegnen, sich dieser hingeben und einer neuen Ausrichtung in Dir entgegen gehen. Es wird, wie gewohnt ein Zusammenspiel zwischen nährenden Informationen für Deinen Verstand, Yoga Sequenzen für Deinen Körper und energiegebenden, klärenden Meditationen, sein.

Eine spannende Reise, auf diese ich mich schon sehr freue.


Möchte Dein Körper loslassen, entkrampfen und Sein, lade ich Dich jeden Freitag um 18 Uhr zum Yin Yoga ein.


Nimm Dir die Zeit für Dich.


Bis bald,

Pamela

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2 Kommentare


Unknown member
25. Jan.

Ich freue mich sehr auf diesen Abend!

Du triffst mit jedem Thema genau das was in mir vorgeht. 🫂🤍 ich bin so dankbar für dich!!

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Antwort an

Ich bin auch ganz dankbar und demütig, dass ich diesen Herzensweg gehe. Umso bezaubernder, dass wir uns auf diesem Weg begegnen!

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